Carla Hustedt

Projektleiterin "Ethik der Algorithmen" | Bertelsmann Stiftung
Nominated in the Category: Science

Short description of the company

Die Bertelsmann Stiftung setzt sich im Projekt „Ethik der Algorithmen“ mit den gesellschaftlichen Folgen algorithmischer Entscheidungsfindung auseinander. Wir wollen zu einer Gestaltung algorithmischer Systeme beitragen, die zu mehr Teilhabe für alle führt. Nicht das technisch Mögliche, sondern das gesellschaftlich Sinnvolle muss Leitbild sein – damit maschinelle Entscheidungen den Menschen dienen. Denn das übergeordnete Ziel unserer Stiftungsarbeit ist es, den digitalen Wandel in den Dienst der Gesellschaft zu stellen. Wir sensibilisieren die Gesellschaft für die Chancen, Risiken und vor allem die Relevanz algorithmischer Prozesse. Wir schaffen Impulse für einen lösungsorientierten Diskurs und Räume für intersektoralen, interdisziplinären Austausch. Und wir erproben aussichtsreiche Lösungsansätze an der Schnittstelle von Technik und Gesellschaft, beispielsweise durch die Entwicklung der Algo.Rules, 9 Regeln für die Gestaltung algorithmischer Systeme.

How does digitization shape your/her career?

Als Leiterin des Projektes „Ethik der Algorithmen“ der Bertelsmann Stiftung beschäftige ich mich tagtäglich mit der Frage, wie wir Digitalisierung nutzen können, um Machtverhältnisse und Lebenschancen gerechter zu verteilen. Ich bin fest davon überzeugt, dass algorithmische Systeme (aka Künstliche Intelligenz) uns helfen können, effizientere, konsistentere und auch fairere Entscheidungen zu treffen. Durch meine Arbeit möchte ich zu ihrem gemeinwohlorientierten Einsatz beitragen. Bevor die Algorithmenethik und ich einander gefunden haben, habe ich Kunden aus der Techbranche in der Entwicklung von Public Affairs Strategien beraten und mich als Gründerin und CEO der deutsch-ghanaischen Menschenrechtsorganisation Boa Nnipa dem Kampf für Geschlechtergerechtigkeit und gegen sexualisierte Gewalt gewidmet. Meine vorherigen Karrierestationen drehten sich somit entweder um Digitalisierung oder um die Bekämpfung sozialer Ungerechtigkeit. Das tollste an meinem derzeitigen Job ist es, diese beiden Perspektiven miteinander verbinden zu können. Schließlich bin ich Systemkritikerin, aber eine von der optimistischen Sorte. Meinen ersten und vermutlich auf ewig coolsten Job möchte ich Euch auch nicht vorenthalten: Disketten formatieren im Laptopladen meines Vaters.

What makes you/her a digital female leader?

Ich bin Digital Female Leader, weil ich Wandel und Herausforderungen als Wachstumschance begreife: Digitalisierung zwingt uns festgefahrene Prozesse zu hinterfragen, neue Konzepte zu definieren, darin sehe ich ihre größte Chance. Meine positive Haltung gegenüber Veränderung ist eine Leitplanke in meinem Leben. Ich habe mich immer wieder in unterschiedliche Sektoren begeben, neue Rollen und Perspektiven eingenommen, meine Komfortzone verlassen. Meine Karriere inspiriert, weil sie zeigt, dass es sich lohnt, Einblicke in diverse Bereiche zu wagen, neugierig zu bleiben und nicht vor neuen Herausforderungen zurück zu schrecken.

Ich bin Digital Female Leader, weil mein Zugang zur Digitalisierung der Mensch ist: Die Strukturen, in denen Digitalisierung gestaltet wird, die gesellschaftlichen Veränderungen, die sie hervorruft, sind mein Fokus. Durch meinen unkonventionellen Blick auf Digitalisierung bin ich ein Vorbild für andere Frauen* und junge Menschen mit nicht-technischen Hintergründen, die glauben „Digitalisierung, das ist nichts für mich“. Sie gilt es zu begeistern. Denn Digitalisierung geht uns alle an!

Ich bin Digital Female Leader, weil ich Menschen unterschiedlicher Disziplinen miteinander vernetze und Diversität in der Branche fördere: Von KI-Enquete zum Kinosaal. In meiner Arbeit bewege ich mich ständig zwischen verschiedenen Disziplinen und Sphären, bin Spezialistin und zugleich Generalistin. Ich bin Brückenbauerin und Stimme der Zivilgesellschaft. Auch setze ich mich in meiner Arbeit immer wieder dafür ein, andere Frauen* zu stärken - sei es durch das individuelle Mentoring meiner Kolleginnen und Freundinnen oder durch die Veröffentlichung von Expertinnenlisten zu KI und Big Data.

What does leadership mean to you/her?

Führung bedeutet für mich: Lernen als einen niemals abgeschlossenen Prozess zu begreifen, immer offen sein für Neues, zuhören, zuhören, zuhören und das Team in den Mittelpunkt stellen.

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Twitter: @carlahustedt
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/carlahustedt/

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