Jury 2020

Die Jury

Ann-Kristin Achleitner

Professorin für Entrepreneurial Finance an der Technischen Universität München und Mitglied des Aufsichtsrats bei Linde, Munich Re | TU München, Linde, Munich RE

Thema Digitalisierung und Female Entrepreneurship – worin sieht die Finanzwissenschaft die größten Herausforderungen und Chancen?
Neue Unternehmen müssen in Deutschland nicht nur entstehen, sondern auch in größere Unternehmen wachsen können – begleitet von Finanzierern, die sie mit nennenswertem Kapital, aber auch mit ihrer Erfahrung und ihren Kontakten unterstützen. Dies in Deutschland weiter und angesichts des Tempos der Digitalisierung schnell auszubauen, ist eine wesentliche Herausforderung. Dabei kann es sinnvoll sein, für weibliche Gründer besondere Formen der Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Hier gibt es eindrucksvolle neue Ansätze. Wichtig ist, dass sie die ganze Kette begleiten und auch schon an den Universitäten greifen. Die erfolgreichen Unternehmerinnen, die sich hier entwickeln, werden ein Ansporn auch für viele andere sein!

Sonja Balodis

Sonja Balodis

CEO | comma GmbH & Co. KG

Warum sollte die Welt #moredigital and #morediverse werden?
MOREDIVERSE – Unterschiedliche Menschen und Teams treffen bessere Entscheidungen und führen zu besseren Endergebnissen. Für ein Unternehmen führt das langfristig zum Erfolg.
MOREDIGITAL – Wir müssen unsere Unternehmenskultur und Arbeitsweisen verändern, um so schneller und flexibler auf die sich verändernde Welt reagieren zu können.

Kristina Faßler

Kristina Faßler

General Manager Marketing & Commercial Sales /WELT

Warum sollte die Welt #moredigital and #morediverse werden?
Vielleicht hat mir mein Biologiestudium noch etwas mehr als gewöhnlich die Augen dafür geöffnet, dass jeder Mensch wirklich einzigartig, wirklich besonders ist und das darin eine große Faszination besteht. Diversität ist der Weg das nicht nur anzuerkennen, sondern sichtbar, wirklich erlebbar zu machen. Die Größe, die Chancen die darin stecken im besten Sinne zu nutzen. Und #moredigital bedeutet für mich in diesem Zusammenhang mehr Fairness, mehr Chance zu Teilhabe und Gestaltung.

Yvonne von de Finn

Yvonne von de Finn

Head of Culture & Diversity | Deutsche Telekom AG

Warum sollte die Welt #moredigital and #morediverse werden?
Die Welt wird kleiner, Firmen sind global tätig und die Menschen arbeiten länder- und grenzübergreifend zusammen … das kann jedoch nur funktionieren wenn die Digitalisierung jeden Einzelnen erreicht. Gerade momentan erleben wir, wie wichtig diese Vernetzung ist: dienstlich, aber auch privat – jung und alt – national und international. Mit unseren Kund*innen, Geschäftspartner*innen und Mitarbeitenden bilden wir die Diversität ab, die es braucht, damit jeder dabei sein kann.

Ilka Friese

ILKA FRIESE

Chief Financial Officer & Geschäftsführerin | NTT DATA Deutschland

Brauchen Frauen einen eigenen Digital Leader Award?
Ja, denn die vielen tollen Gestalterinnen der Digitalwirtschaft dürfen sich noch viel mehr positionieren.
Meine 3 Empfehlungen dazu: Erstens, wartet nicht auf den Prinzen und darauf, entdeckt zu werden. Seid mutig und zeigt euch! Zweitens, sucht euch eure Chancen – geht raus, übernehmt Herausforderungen und Verantwortung. Je größer euer Mandat ist, umso mehr könnt ihr gestalten und bewegen. Und drittens: Feiert unbedingt eure Erfolge, die kleinen und die großen. Und dann redet über sie!

Dr. Katrin Gruber

Dr. Katrin Gruber

Director Consumer Insights & Innovation | Amazon

Warum sollte die Welt #moredigital and #morediverse werden?
Die digitale Welt bietet enormes Potenzial: Sie hat Platz für die vielen Ideen und Visionen von jeder und jedem, die unsere Zukunft verbessern können. Und: Sie kann analoge Strukturen aufbrechen und eine Teilhabe ganz unterschiedlicher Menschen gewährleisten. Das ist auch gut so, denn Diversity ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern trägt eindeutig zu einer besseren Zukunft für alle bei. Für mich gilt: je mehr verschiedene Köpfe in Innovationsprozesse einbezogen werden, desto besser sind die Ideen, die das Leben der Menschen vereinfachen.

Dagmar Hirche

Dagmar Hirche

Vorstandsvorsitzende | Wege aus der Einsamkeit e.V.

Warum sollte die Welt #moredigital and #morediverse werden?
Digitalisierung kann Menschen vielfältig unterstützen. Wichtig ist alle Menschen mitzunehmen und keine weitere Spaltung der Gesellschaft durch Digitalisierung herbeizuführen. Darum muss es Digitale-Bildung für alle Altersgruppen geben. Die Digitalisierung fordert ein lebenslanges Lernen für alle.

Jan Ising

Dr. Jan Ising

Managing Director & Life Science Industry Lead ASGR | Accenture 

Welche Soft Skills braucht es um die Digitalisierung zu gestalten?
Es ist wichtig, Veränderungen offen zu begegnen und dazulernen zu wollen. Neue Aufgaben und Berufe entstehen, die beispielsweise Kreativität und ein konsequentes interdisziplinäres Denken brauchen. In einer vernetzten Welt muss man vernetzt denken und arbeiten, sich auf unterschiedliche Denk- und Herangehensweisen einstellen. Veränderungsprozesse im Zuge der digitalen Transformation brauchen zudem eine gute Kommunikation. Es reicht nicht nur aus, die richtige Plattform zur Verfügung zu stellen. Damit ein Unternehmen der Herausforderung der digitalen Transformation gewachsen ist und daran wächst, müssen Mitarbeiter ermutigt werden, sich darauf einzulassen. Ängste müssen genommen und Rahmenbedingungen geschaffen werden, in denen jeder sein volles Potenzial ausschöpfen kann.

Angelika Kambeck

Angelika Kambeck

Head of Group HR (Konzern-Personalleitung) | Klöckner & Co SE

Wie wichtig ist es digitalen Frauen eine Bühne zu geben?
Der digitale Wandel ist der größte Einflussfaktor in unserer Wirtschaft und Gesellschaft, der sich im besonderen Maße auf die People- und Culture-Themen eines Unternehmens auswirkt. (Gender) Diversity spielt dabei für die erfolgreiche Gestaltung dieses Wandels eine enorm wichtige Rolle und daher unterstützen wir gerne dabei, (digitale) Frauen noch sichtbarer zu machen.

Janina Kugel

Board of Directors | Konecranes

Female Empowerment & Digitalisierung – wo bieten sich die größten Chancen?
Die digital vernetzte Welt fordert von uns Kreativität und große Wandlungsfähigkeit. Diese Erfolgskriterien finden sich besonders häufig in diversen Teams. Organisationen können es sich heute also schlicht nicht mehr leisten, in Monokulturen zu denken und zu arbeiten. Um dem Ziel von Gleichberechtigung näher zu kommen, setzen sich jeden Tag unzählige Frauen und Männer für mehr Gender Balance ein. Dabei können wir die Digitalisierung ganz gezielt nutzen: indem wir uns vernetzen und indem wir inspirierende Geschichten und Erfolge sichtbar machen. So können wir junge Frauen mit neuen Rollenbildern ermutigen, Karriere in der Tech- und Digital-Branche zu machen.

Sylvia List

Sylvia List

Go‑to‑Market General Manager | NTT Germany

Warum unterstützt du den DFLA und welche Bedeutung hat der DFLA für dich?
Ich will nicht mehr in jedem Meeting die „Einzige“ sein! Männer kennen sich, vernetzen sich und erinnern sich aneinander. Mit mehr als zwei klugen Frau in einem Meeting verändert sich das Klima im Raum, die Farbe im Raum und die Klangfarbe der Stimmen – es wird freundlicher, das habe ich oft erlebt. Frauen aber bilden noch viel zu wenige Seilschaften um ein wirkliches Handlungsnetzwerk zu haben. DFLA bietet dazu eine Plattform, auch um über die eigene Disziplin hinaus kluge und erfolgreiche Frauen weiter zu motivieren und als role model für junge Kolleginnen zu zeigen.

Claudia Milbradt

Dr. Claudia Milbradt

Partnerin, Head of IP Germany, Head of German Tech Group| Clifford Chance

Warum sollte die Welt #moredigital and #morediverse werden?
Die Digitalisierung, die Anwendung von Blockchain Technologie, Künstlicher Intelligenz und die Möglichkeiten der Datenerhebungen und Nutzungen beeinflussen und ändern bereits jetzt die Geschäftsmodelle fast aller Sektoren, ob im Finanzsektor, Mobilitätsbereich, Gesundheitswesen, Versicherungsbranche und viele mehr. Die Geschwindigkeit mit der sich die Technologisierung in den verschiedenen Bereichen entwickelt, ist abhängig von dem regulatorischen Rahmen in den verschiedenen Jurisdiktionen sehr unterschiedlich. Insbesondere Europa muss seine Stellung zwischen Asien und den USA finden und ggf mit einem Gegenentwurf für den regulatorischen Rahmen dafür sorgen, dass Investitionen und Entwicklungen hier stattfinden. Ethische Grenzen von der Anwendung von KI, Datenschutz und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben müssen auch in der digitalisierten Welt berücksichtigt werden, ohne die Digitalisierung zu verhindern. Gerade auch die Frage der Chancengerechtigkeit und Diversität muss bei der Digitalisierung berücksichtigt werden. Aus zwei Gründen: Diskriminierung im digitalisierten System kann sogar noch verschärft werden, wenn die zugrundeliegenden Algorithmen nicht entsprechend determiniert sind. Außerdem ist mittlerweile vielfach bewiesen, dass diverse Teams erfolgreicher sind. Wenn also digitalisierte Geschäftsmodelle nicht von diversen Teams erfunden und ausgearbeitet werden, ist zu erwarten, dass die Unternehmen Gewinne links liegen lassen.

Dr. Brigitte Mohn

© Jan Voth – Bad Salzuflen

Dr. Brigitte Mohn

Mitglied des Vorstandes| Bertelsmann Stiftung

Warum sollten sich Frauen für den DFLA bewerben?
Wir brauchen unbedingt mehr weibliche Vorbilder für die jungen Frauen. Über alle Kulturen hinweg müssen wir Mädchen und Frauen aufzeigen, dass wir weder eine Minorität, noch eine zu befehlende besondere Spezies sind und auch kein Aushängeschild für andere. Wir sind Persönlichkeiten und Menschen, die mutig, erfolgreich und für andere einstehend in ihren jeweiligen Berufen und Aufgabenfeldern einen Beitrag zur Gesellschaft leisten und gerne Verantwortung übernehmen.

Sabine Müller

Sabine Müller

CEO | DHL Consulting

Welche Vorteile hat Social Media, um einen Einblick in die Berufswelt zu geben?
Social Media ist vorteilhaft, wenn es ganzheitlich im Berufsleben eingesetzt wird. Wenn Sie wissen, wofür Sie stehen, wofür Sie leidenschaftlich sind und was Sie wollen, können Sie Teil des Gesprächs auf einer viel breiteren Ebene sein, als es Ihre alltägliche körperliche Umgebung erlaubt. Der entscheidende Punkt ist, sozial zu sein: Verbindungen online herstellen, aber offline weiterverfolgen, neue Ansätze entdecken und in der realen Welt testen, Helden folgen, aber keine Angst haben, sie herauszufordern und Teil der Debatte zu sein. Auf diese Weise hilft Social Media, die Fähigkeiten zu erlernen und zu entwickeln, die benötigt werden, um erfolgreich zu sein.

Christian Riekel

Christian Riekel

Chief Diversity Officer | AXA Konzern AG

Warum sollte die Welt #moredigital and #morediverse werden?
#morediverse – weil wir die Zukunft nicht mit den Vorurteilen der Vergangenheit gewinnen!

Juan Perea Rodriguez

JUAN PEREA RODRÍGUEZ

Head of Public Sector Central Europe and Member of the Management Board at Fujitsu and Initiative D21 | Fujitsu

Wie wichtig ist Diversität für den Erfolg eines Unternehmens?
Ich möchte mit einer anderen Frage antworten: Werfen Sie einen Blick auf das wirkliche Leben….welche sind die besten Teams? Die Antwort ist: Immer die gemischten. Niemals nur die besten Fachkräfte, nie nur Männer, nie nur Spezialisten, nie nur Frauen, nie immer die jüngsten oder die ältesten. Eine Familie, ein Team, Freunde, ein Unternehmen, auch in der Natur ist die Vielfalt die stabilste und nachhaltigste Kombination. Und die Ergebnisse dieser Gruppen sind auf Dauer immer erfolgreicher. Warum versuchen wir nicht, dies in unser Geschäftsleben zu übertragen?

Iris Rothbauer

Iris Rothbauer

Head of Public Relations | Telefónica Germany

Was sind Deine drei persönlichen Erfolgsfaktoren für einen digitalen Arbeitsalltag?
Erstens: Mein morgendlicher Social Media-Scan. Der Tag beginnt für mich damit, dass ich meine Netzwerke auf Twitter, Facebook und LinkedIn scanne. Das ist für mich ein Ritual, neben der klassischen Medienlektüre. So starte ich bestens informiert in den Tag. Zweitens: digitale Weiterbildung. Wenn immer möglich nutze ich Pausen oder Wartezeiten beim Reisen, um mich weiterzubilden. Das kann ein Podcast zu einem bestimmten Thema sein oder eine Lektion in einer Weiterbildungs-App. Dabei lerne ich nicht nur viel, ich habe auch das gute Gefühl, etwas für mich zu tun. Mein dritter Erfolgsfaktor heißt: Abschalten! Wenn ich Geschäftspartner zum Gespräch treffe, bleibt mein Smartphone aus. Denn nur so kann man sich wirklich auf sein Gegenüber einlassen.

Annette Siragusano

Annette Siragusano

Head of Corporate Communication | comdirect Bank AG
Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Stiftung Rechnen & Mitgründerin der Initiative finanzheldinnen

Thema finanzielle Unabhängigkeit: was ist dein „Pro Tipp“ an alle digitalen Frauen?
Nutzt die digitalen Angebote und Möglichkeiten, es gibt sie zur Genüge. Ob digitales Haushaltsbuch, Online-Magazine oder Apps, die einem Finanz-Wissen näherbringen. Schaut was für Euch Sinn macht und teilt dies mit Eurer Community. Gebt weiter, woran ihr Spaß gefunden habt und was für Euch ein guter Weg ist. So können andere von Euch lernen und Ihr gewinnt einen guten Überblick über die Möglichkeiten. Sobald die ersten Schritte getan sind, werdet Ihr feststellen, dass es Spaß macht sich mit seinen Finanzen zu beschäftigen!

Birthe Stegmann

BIRTHE STEGMANN

Partnerin Human Capital, Talent Acquisition, Diversity & Inclusion Leader | PwC GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Was bedeutet für dich „Karriere“ und warum ist sie für dich wichtig?
„Karriere machen“ – das bedeutet für mich viel mehr, als Leistung und Aufstieg: Es geht darum auf dem eigenen Karriereweg, die individuellen Talente zu erkennen, eine Bestimmung zu haben und dieser mit voller Motivation und Leidenschaft nachzugehen. Danach lebe ich und deshalb ist es mir besonders wichtig,  Talente zu entdecken, zu entwickeln und zu fördern. Bei PwC leben wir nach dem Purpose „to build trust in society and solve important problems“ – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen dies auch in Zeiten der digitalen Transformation sicher. Als internationales Netzwerk hat PwC das Privileg, gemeinschaftlich über Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten und die Verpflichtung die Menschen an der digitalen Welt teilhaben zu lassen. Mir ist es wichtig, dass wir die Grenzenlosigkeit der Digitalisierung auch in unserem Daily Business verankern, denn: Everyone is a talent.

Kerstin Wagner

Kerstin Wagner

Head of Talent Acquisition | Deutsche Bahn AG

Warum sollte die Welt #moredigital and #morediverse werden?
Eine Starke Bahn braucht starke Frauen! Wir sind mitten in einem großen Umbruch, für den es neue Lösungen sowie neue technologische Zugänge braucht. Durch eine schnelle und umfassende Digitalisierung ist ein Ausbau des Schienennetzes und eine Steigerung der Kapazität unserer Infrastruktur möglich. Wir haben uns Großes vorgenommen! Für die Gestaltung dieser neuen und spannenden Mobilitätswelt sind engagierte KI- Expertinnen, 3D-Druck-Spezialistinnen, Entwicklerinnen und Change Makerinnen gefragt, denn gemeinsam sind wir „IN“ – #wirsindIN.

Brigitte Zypries

Brigitte Zypries

Bundesministerin a.D.

Warum unterstützt du den #DFLA2020?
Ich unterstütze den DFLA, weil er in vielen verschiedenen Kategorien zeigt, wie viele tolle Frauen es in der Digital-Szene gibt, die Großartiges leisten!